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„Frieden heißt, die Würde eines jeden Menschen achten“
Stadtdechant ruft bei ökumenischem Friedensgebet zur Toleranz auf


Bild "Home:P1270069.JPG"Münster (pbm/aci). Eine Brücke des Friedens, der Buntheit und der Menschlichkeit in den Friedenssaal des Münsteraner Rathauses zu schlagen: Dazu hat Stadtdechant Jörg Hagemann bei einem ökumenischen Gebet am 10. Februar in der Überwasserkirche in Münster aufgerufen. Während fast zeitgleich die AfD (Alternative für Deutschland) im Rathaus ihren Neujahrsempfang veranstaltete, hatten die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK), das katholische Stadtdekanat und der evangelische Kirchenkreis Münster zu dem Gottesdienst eingeladen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger folgten dem Aufruf und setzten so ein Zeichen, wie es Hagemann sagte, „für Toleranz, Dialogbereitschaft, Fremdenfreundlichkeit und die unantastbare Würde jedes Menschen“.

„Frieden ist so viel mehr als Abwesenheit von Krieg; Frieden heißt, die Würde eines jeden Menschen zu sehen, zu achten und zu leben“, erklärte Hagemann in seiner Predigt. Er sei davon überzeugt, dass dieser Frieden nur gelebt werden könne, „wenn wir uns dem Fremden und den einzelnen Fremden zuwenden“. Nicht überhören wolle er dabei die Angst vieler Menschen, auch in Münster. „Natürlich erschreckt es, wenn wir uns Gedanken über mögliche Terroranschläge machen müssen, wenn wir auch hier in Münster beim Weihnachtsmarkt oder den bevorstehenden Karnevalsveranstaltungen quergestellte Busse zum Schutz gegen unmenschliche Gewalt erleben“, sagte er. Der Terror komme jedoch nicht durch Flüchtlinge ins Land, die Schutz suchten. „Nein, die große Mehrzahl der Flüchtlinge sucht doch in unserem Land Schutz, weil sie vor genau diesem Terror fliehen“, betonte der Stadtdechant eindringlich.

In Anlehnung an eine Bibelstelle aus dem Petrusbrief forderte er dazu auf, „die Spirale des Hasses und der Angst“ durchzuschlagen. „Dies kann nur mit einem Schritt aufeinander zu geschehen. Wir, jeder und jede von uns, ist dazu berufen zu segnen, nicht zu hassen“, sagte er. Mit den Worten „Pax optima rerum“ (frei übersetzt: Der Frieden ist das Beste, was die Natur dem Menschen bescherte) erinnerte Hagemann an das Motto des Westfälischen Friedens: „Dieses Motto ist in eine Gussplatte des Friedenssaales förmlich für uns und alle, die sich in unserem Rathaus versammeln, eingegossen.“

Als Zeichen der Hoffnung gegen Unfriede und Terror entzündeten die Anwesenden Kerzen und formulierten in Stille Fürbitten.