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Nachlese -Ökumenisches Fest am Pfingstmontag 2017


Bild "Home:Fest am Pfingstmontag 29 MK..png.JPG"Ca. 3000 Menschen aus Münster und dem Münsterland, sowie Gäste aus der Evangelischen Kirche im Rheinland feierten am diesjährigen Pfingstmontag in Münster unter dem Motto: „zusammen wachsen“ ein ökumenisches Fest.

In diesem Jahr stand dieses, inzwischen schon traditionelle Fest unter dem besonderen Zeichen des CHRISTUSFESTES , das 500 Jahre nach Beginn der Reformation von allen Christen gemeinsam gefeiert werden konnte.

Bild "Home:Fest am Pfingstmontag 31 MK..png.JPG"Ein besonderes High-Light bildete dabei die Einbindung der Sängerin Judy Bailey mit ihrer Band, die den gesamten Tag begleitete und zum musikalischen Friedensgruß: „The Peace of the Lord be always with you“ alle Mitfeiernden zu – für Westfalen- erstaunlicher Beweglichkeit und Be-Geisterung führte.

Schon die einladenden schriftlichen Begrüßungsworte im Gottesdienstheft als auch das Wort  des Bischofs von Münster, Dr. Felix Genn, sowie die Predigt der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, öffneten die vielen GottesdienstteilnehmerInnen aller Altersstufen für dieses gemeinsame Tun auf dem Domplatz.

Die Präses legte in ihrer Predigt das Wort Jesu:“ ICH bin der Weinstock-ihr seid die Reben…“ (Joh 15, 1-5) aus. Sie lud die Gottesdienstgemeinde u.a. dazu ein, das Bild vom Weinstock und den Reben auf die heutige Zeit zu beziehen, indem sie erwähnte:

„Mag sein, dass wir ausgerechnet jetzt, da manches wegbricht, neu verstehen lernen, wer wir sind und wozu wir es sind: Reben.
Reben behalten nicht, Reben verwalten nicht – Reben leiten weiter. Dazu sind sie da, und dafür sind sie gemacht. Reben können gar nicht anders, als den Lebenssaft und die Lebenskraft weiterzuleiten, die ihnen aus der Fürsorge des Winzers und aus der Kraft des Weinstocks zufließen. So bringt Gott, der Winzer, durch die Reben Frucht.
Christus und die Kirche sind um der Menschen willen da – und der Welt zugut.
Sie sind zur Ehre Gottes da – und zu seinem Lob“.


Weiterhin führte sie aus: „Allerdings sind Herausschneiden und Abtrennen das Werk des Winzers. Nicht die Sache der Reben.
Das Beurteilen und Sortieren ist allein Gott vorbehalten. Unsere Aufgabe ist es nicht.
Der Kirche wäre viel Leid erspart worden, wenn unser Mütter und Väter im Glauben dies beherzigt hätten.
Und es wäre heilsam, wenn auch wir uns daran halten könnten.“


Mit einem Zitat von Martin Luther schloss sie Ihre Predigt: „Martin Luther hat einmal gesagt:
„Ein Christenmensch lebt nicht in sich, sondern in Christo und in unseren Nächsten, in Christo durch den Glauben, im Nächsten durch die Liebe, durch den Glauben fähret er über sich in Gott, aus Gott fähret er wieder unter sich durch die Liebe - und bleibt doch immer in Gott und in Gottes Liebe.“
Gott gebe uns seinen Heiligen Geist, dass dies auch für unsere Kirchen und Konfessionen gelten kann.“


Im Anschluss an den Gottesdienst tauschten die Vertreter der beiden evangelischen Landeskirchen, sowie der Bischof von Münster den Ökumenischen Aufruf „Gemeinsam Zukunft gestalten“ aus, in dem sie auch die übrigen Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen einluden, diesen Weg zu einer weiteren Intensivierung der Ökumene mitzugehen. Das dürfte hier in Münster, wo immerhin 18 verschiedene Kirchen als Voll-bzw. Gastmitglieder in der ACK verbunden sind, auf offene Ohren und Herzen treffen, zumal viele VertreterInnen dieser Kirchen durch das Vortragen von liturgischen Texten sichtbar präsent waren.

Der gemeinsame Aufruf war dann auch noch Gegenstand des gut besuchten Podiums am Nachmittag.
Dank des guten Wetters und der vielen engagierten Gruppen fand am Nachmittag zudem ein reger Austausch auf dem Domplatz statt.

Der Tag endete mit einer ökumenischen Vesper im Dom, in der Judy Bailey neben dem großen Projektchor unter der Leitung der Regionalkantorin Jutta Bitsch sowie des Kreiskantors KMD Klaus Vetter, die ebenfalls schon die Gottesdienstgestaltung am Vormittag eindrucksvoll unterstützt hatten, erneut für eine besondere Atmosphäre sorgten.

In seiner Predigt griff der Stadtdechant, Pfarrer Jörg Hagemann in seiner Auslegung des Lesungstextes 1 Kor 12,4-13 noch einmal das Motto des Festes auf und unterstrich zudem die Aussagen aus dem gemeinsamen Aufruf: „Gemeinsam Zukunft gestalten“.

Dieser Aufruf, sowie der am Pfingstmontag neu begonnene Weg sind nun im Alltag umzusetzen, damit wir alle glaubwürdige Christen und Christinnen sein können, bewegt vom Heiligen Geist und im Bewusstsein, dass Jesus Christus in unserer Mitte den Weg mitgeht.

Annethres Schweder

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